Veröffentlicht am: 07.01.2026 Sternengucken auf Sylt Blog Erlebnisse Neuigkeiten Steffen Jahrmarkt ist Hobby-Astronom und veranstaltet auf Sylt einzigartige Sterneguck-Abende. Hier bietet er den Teilnehmern die Möglichkeit den Sylter Nachthimmel durch das Teleskop zu entdecken und Faktisches und Philosophisches über unseren Kosmos, die Sterne und das Weltall zu erfahren. Im Interview gibt Steffen Einblicke in seine Abende und was die Teilnehmer erwartet. Was hat dich dazu motiviert, Sterneguck-Events zu veranstalten? Gab es ein persönliches Erlebnis, das dein Interesse an der Astronomie geweckt hat? Als ich 10 oder 12 Jahre alt war, habe ich oft mit meinem Vater draußen gestanden und mit einem Fernglas den Sternenhimmel bestaunt. Ein Teleskop hatten wir nicht, das war damals unbezahlbar. Er hat mir vieles von dem gezeigt und erklärt, was ich heute noch weitergebe. Warum ist es besonders, den Himmel über Sylt zu beobachten? Gibt es etwas, das diesen Ort zu einem einzigartigen Punkt für Sternegucken macht? Ja: Auf Sylt gibt es Orte ohne Lichtverschmutzung, mit 360-Grad-Rundumblick und klarster Luft. Zum Beispiel auf den Keitumer Deichen. Beste Bedingungen zum Sternegucken. Was können Teilnehmer von deinen Sterneguck-Events erwarten? Wie verläuft so ein Event und warum sollten Interessierte unbedingt daran teilnehmen? Alle Nächte und Jahreszeiten sind unterschiedlich. Es hängt immer davon ab, was gerade gut zu sehen ist. Relativ häufig beobachten wir den Mond, dessen Krater durchs Teleskop wunderschön aussehen. Je nach Möglichkeit beobachten wir auch Planeten, z.B. Jupiter mit seinen vier Monden oder Saturn mit seinen Ringen. Außerdem gibt es viele Sternbilder zu sehen, man lernt, wie man mit Hilfe der Sterne Norden findet, was ein Lichtjahr ist, wie wahrscheinlich außerirdisches Leben ist und viele weitere spannende Dinge. Wenn Sternschnuppen fallen, und das passiert recht häufig, sind alle fasziniert und verzaubert. Also gut, wenn man ein paar Wünsche im Gepäck hat. 😊 Die Termine werden spontan über WhatsApp angekündigt. Wie funktioniert das genau und was sollten Teilnehmer tun, um dabei zu sein? Da das Sternegucken nur bei klarem Himmel möglich ist, gibt es keine festen Termine. Jeder Interessierte sollte den WhatsApp-Kanal „Sternegucken Sylt“ abonnieren, über den ich mich melde, wenn die Wettervorhersage gut ist und ich Zeit habe. Manchmal kann das auch recht spontan einige Stunden vorher sein. Ich versuche, in 14-Tages-Zeiträumen mindestens einen Termin zu realisieren, vielleicht öfter. Neben den faktischen Aspekten, gibt es auch philosophische Gespräche während der Veranstaltung? Klar, das entwickelt sich meistens von selbst. Wenn ich erkläre, warum man beim Sternegucken nicht nur in den weiten Raum, sondern auch tausende von Jahren in die Vergangenheit guckt, werden die Gäste meist von selbst philosophisch. Man kommt beim Sternegucken automatisch ins Nachdenken über den Kosmos, die Welt und unsere eigene winzige Existenz. Was war bisher das schönste Erlebnis, das du bei einem Sternegucken-Event mit den Teilnehmern teilen konntest? Im Januar konnten wir Jupiter, Saturn, Mars, Venus, zig Sternbilder, Milchstraße, Orionnebel, Polarstern, Mond und Andromedagalaxie an nur einem einzigen Abend beobachtet. Das ist schon außergewöhnlich. Die Gäste waren total verzaubert, ich dann infolgedessen auch. 😊 Sind deine Events für Astronomie-Fans oder auch für Neulinge und Hobbyisten geeignet? Es kann jeder ab 14 Jahren mitmachen. Meistens kommen Leute ohne oder mit wenig Vorkenntnissen, die einfach nur mal Sternegucken wollen. Und das ist auch völlig okay so, es handelt sich ja nicht um einen Fachvortrag über Astrophysik. Ich liebe es einfach, die Faszination und das Staunen über unseren Nachthimmel mit anderen Interessierten zu teilen. Kosten: 30,- €Jugendliche 14 bis 18 Jahre (in Begleitung der Eltern): 15,- €Dauer: ca. 1 Std.Unterschiedliche Orte auf Sylt Termine werden über den WhatsApp-Channel angekündigt:https://whatsapp.com/channel/0029VavqOcwICVfh02OOBy0V Auch für exklusive Privatveranstaltungen buchbar. Anfragen an sternesylt@web.de Artikel erstmalig veröffentlicht am 07. Februar 2025 Von Mert Koyuncu