Der Vormittag im Nachhaltigkeitszelt begann entspannt: Die SDG-Pinnwand, die auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, die Sustainable Development Goals (SDGs), hinwies und exemplarisch Sylter Engagement zur Unterstützung der SDGs vorstellte, bot allen Besuchern des Windsurfs Worldcups wie jeden Tag die Chance, eigene Ideen und Wünsche zum Thema Nachhaltigkeit für Sylt zu sammeln. Gleichzeitig konnten sich Besucher mit den Chancen und Herausforderungen ganzheitlichen nachhaltigen Handelns auseinandersetzen und das eigene Verhalten auch einmal selbst kritisch hinterfragen.

Das Surfhouse Sylt präsentierte parallel kreative Upcycling-Kreationen aus alten Kiteschirmen, Segeln, Werbebannern und sogar Strandkorbpolstern und der Foodtruck lockte mit seiner täglichen – kleinen, aber feinen – Auswahl an Leckereien, bestehend unter anderem aus heißer Suppe, Ingwer-Minztee und der köstlichen Morsumer Ofenkartoffel mit unterschiedlichen Toppings.

Ab 14.00 Uhr stand erneut Kreativität und Interaktion auf dem Programm. Gemeinsam mit dem Team der freien Schule Sylt, den Gründern des Vereins für freie Bildung Sylt e.V. wurden wunderschöne, kunterbunte und einzigartige Windspiele aus alten Stoffen und Holz erstellt. Im Upcycling-Verfahren wurden dabei alte Stoffe aus ausrangierten T-Shirts, Tüchern oder Röcken in dünne Streifen geschnitten. Mit einem raffinierten Knoten wurden die bunten Stoffbahnen dann rund um einen Holzring drapiert. Das Ergebnis: ein wunderschönes Windspiel das Farbe in jedes Zuhause bringen wird. Das engagierte Team stand natürlich auch allen Interessierten für Fragen rund um den Projektstand und das Angebot der Freien Schule Sylt zur Verfügung.

Ab ca. 16.30 Uhr verwandelte sich das Zelt dann wieder in einen improvisierten Kinosaal, denn das Lastenrad-Kino Sylt war zu Besuch und hatte zum bewegenden und gleichermaßen erschreckenden Dokumentarfilm The North Drift – Plastik in Strömen“ geladen. Der Film von Steffen Krones versucht sich auf die Suche nach Plastikströmen zum Nordpolarmeer zu machen. Ausgelöst durch eine deutsche Bierflasche, die auf einer vermeintlich unerreichbaren Insel der Lofoten angeschwemmt wurde, lässt den Filmemacher die Frage nicht mehr los: Wie kommt der deutsche Müll bis zur Arktis? Woher stammt dieser Müll und welchen Weg hat er genommen? In seiner Heimatstadt Dresden entwickelt Steffen Krones aus dieser Frage ein wissenschaftliches Experiment. Gemeinsam mit Freunden, Ingenieuren und Wissenschaftlern will er die Reise des Plastikmülls von Dresden bis zur Arktis verfolgen. Dazu setzen sie GPS-Bojen in der Elbe aus. Steffens Freund Kris begleitet das Experiment in Norwegen. Zeigt sich dadurch tatsächlich, dass es Verbindungen zwischen deutschen Flüssen und dem Polarkreis gibt? Diese Frage lassen wir an dieser Stelle offen und laden alle, die nicht die Chance genutzt haben, herzlich ein, sich  „The North Drift – Plastik in Strömen“ bei anderer Gelegenheit anzusehen, denn dieser Film wirkt nachhaltig und lässt Zuschauer mit dem dringenden Wunsch nach Veränderung und Wandel zurück. Das Lastenrad-Kino Sylt ist ein Projekt der Sylt Marketing GmbH, gefördert durch die LAF AktivRegion Uthlande.