Kommt man über den Hindenburgdamm, welcher die Insel Sylt mit dem Festland verbindet, dann ist das Morsum das erste was man von Sylt sieht. Hübsch gelegen inmitten einer imposanten Heidelandschaft. Vor dem Meer geschützt durch das Morsum-Kliff, eine Steilküste mit 1,8 km Länge und 21m in der Höhe.
Das Morsum-Kliff, auch "Buntes Kliff" genannt, steht seit 1923 unter Naturschutz und wird häufig zu Studien über die der Regionserstehung in den letzten 5 Millionen Jahren aufgesucht. Das Kliff hat aber noch viel mehr zu bieten. Bei jedem Besuch ändert sich der dargebotene Anblick. Abhängig von der Tageszeit und den Gezeiten des Meeres lockt das Morsum-Kliff mit einer romantischen, friedlichen oder mit einer kalten und leicht Furcht erregenden Ausstrahlung. Um alle Stimmungen einzufangen, muss man schon mehrmals dort gewesen sein.
Im 13. Jahrhundert entstand die Kirche St. Martin im spätromanischen Stil aus Feldsteinen und Granit. Diese besitzt keinen Glockenturm im herkömmlichen Sinn, sondern hat einen aus Holz angefertigten Glockenstapel. Im inneren der Kirche warten ein wundervoller Flügelaltar und eine Kanzel im Barockstil. Der Taufstein, ebenfalls aus dem 13 Jahrhundert, wurde per Schiff extra aus Gotland nach Morsum geholt. Eine weitere Reliquie ist die Gedenktafel an die Unwirren des 30 jährigen Krieges und die Zeit in welcher die Pest viele Opfer gefordert hat.